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Mega

11.05.2022 | Text & Bild: 4M Deutschland e.V.

Mega! Mein Freund lacht bereits laut, wenn ich diesen Ausdruck verwende. Und ja, in den letzten Tagen kommt „Mega!“ in meinem Satzbau häufig vor. Dieses Wort beschreibt in meiner älteren Generation meinen momentanen Gefühlszustand ziemlich treffend.Was ist passiert?

Gestern kam ich von der Arbeit nach Haus und zog mir die Schuhe aus – kurz nachdem mich meine Frau freundlich darauf hingewiesen hat. Weil das Wetter so schön war, habe ich mir direkt auch die Socken ausgezogen – nebst weiterem Hinweis meiner ordnungsliebenden Frau. Socken also aus. Offensichtlich das erste Mal seit einer Woche mit Bewusstsein oder einfach nur im Hellen. Mir ist nämlich aufgefallen, dass mein linker Knöchel eine Beule wie einen Tennisball hat. Komisch, dass mir das bisher nicht aufgefallen war. Tut nicht sonderlich weh. Mein oben genannter Freund sagt, ist nicht schlimm. Aber wenn ich draufdrücke, dann merke ich einen leichten Schmerz, der meiner Erinnerung auf die Sprünge hilft.

Als ich vor einer Woche durch die einzigartigen Highlands von Schottland wanderte, bin ich einige Male in versteckte Löcher getreten. Meistens mit Wasser gefüllt. Ich hatte Schmerzen am linken Knöchel, die ich ignorieren musste. Keine Zeit. Ich war Mitarbeiter bei dem Charakterwochenende von 4M in Schottland und ein sogenannter Sprecher. Das heißt, ich durfte den 140 Teilnehmern aus meinem Leben berichten und Gott die Ehre geben. Im wahren Leben bin ich Kaufmann, kein ausgebildeter Redner oder gar Theologe. Ich sitze am Schreibtisch und hatte Respekt vor Schottland. Vielleicht auch ein wenig Angst – vor der Strecke und noch mehr vor meiner Aufgabe als Sprecher. Zuhörer aus allen Schichten. Schlaue Männer und Männer wie ich. Sportliche Männer und Männer wie ich. Ist mein Leben mit Jesus so spannend, dass diese Männer durch mich inspiriert werden?Da ist es wieder.

Es geht nicht um mich.

Das ist mir an dem Wochenende wieder so klar geworden. Ich bin ein Werkzeug in der Hand Gottes. Ich wäre gerne ein Hammer. Baaam. Aber das liegt wortwörtlich nicht in meiner Hand. Ein anderer Freund – ebenfalls Sprecher auf diesem Charakterwochenende – beruhigte mich im Vorfeld, dass wir uns lediglich zur Verfügung stellen und bereit sind, alles zu geben. Dann stellt sich Gott dazu und übernimmt die Kontrolle. Schwer vorzustellen. Wenn ich in meiner Wahrnehmung nur belangloses Zeug erzähle, wie soll Gott daraus einen Hammer machen, der mit Wucht in die Leben der Zuhörer spricht?

Ich hatte drei Inputs an dem Wochenende. Zwei davon waren vermeintlich leicht für mich. Es waren meine Themen. Geschichten aus meinem Leben und was Gott daraus gemacht hat. Ich hatte Textpassagen auswendig gelernt und mehrere lautstarke Generalproben an meinem Schreibtisch im Büro. Ich fühlte mich zumindest in diesen Punkten vorbereitet und einigermaßen gut. Das dritte Thema war schwierig. Nichts Unbekanntes – aber nicht mitreißend. Auf jeden Fall für mich kein Hammer. Das bestätigte mir auch mein Freund, der einer meiner Generalproben beiwohnen durfte und der mich einen Absatz vorher noch mit Gottes Beistand motivierte. Das war ein typischer Blick von mir und meinem Freund. Menschlich.

In Schottland war es ganz anders – beziehungsweise so wie erhofft. Gott hat sich dazu gestellt. Er hat die Kontrolle übernommen. Dieses eine ungeliebte Thema war offensichtlich ein Hammer. Viele Männer haben mich danach angesprochen und sich bedankt. Von einer lebensverändernden Reaktion auf diesen Input wurde mir berichtet. Im Gottesdienst wurden Zeugnisse zu diesem Thema gegeben. Unglaublich und eindeutig nicht mein Verdienst. Wirklich eindeutig. Da kann ich auch im Nachhinein nichts dran relativieren und auf günstige Umstände schieben. Wie ich es in anderen Situationen so oft tue und damit Gott die Ehre nehme. Nein, mit dem Ergebnis habe ich nichts zu tun.

Das war Gott – ihm sei alle Ehre.

Insgesamt habe ich Gott und sein Wirken an diesem Charakterwochenende wie eine Welle wahrgenommen. Eine Welle, die sich aufbaut und jeden Teilnehmer mitreißt, der sich darauf einlässt und sich nicht zwanghaft an irgendwelchen Dingen festhält. Eine Welle, die Lasten wegspült. Eine Welle, die im gemeinsamen Gottesdienst am Sonntag in den Highlands ihren Höhepunkt gefunden hat. Um im liquiden Bild zu bleiben:

Viele Tränen sind geflossen.

Gottes Liebe ist bei so vielen Teilnehmern vom Hirn im Herzen angekommen. Der Lobpreis war gewaltig. Eine Welle, die mich auch heute noch trägt und die sich für mich am besten mit „Mega!“ beschreiben lässt.Der erstgenannte Freund war auch Teilnehmer. Mega Zeugnis. Ebenfalls lebensverändernd. Ich habe es bereits dreimal gehört und ich kann es nicht oft genug hören. Übrigens, keiner meiner Inputs spielte hierbei eine Rolle. Im Anschluss wurde mein Freund mehrmals gefragt, ob er das Charakterwochenende weiterempfehlen kann. Seine Antwort ist Nein. Losgelöst davon, will er im nächsten Jahr nochmals teilnehmen. Ich versuche ihn davon zu überzeugen, dass er Mitarbeiter werden soll. Wir sind immer auf der Suche nach Männern, die sich von Gott gebrauchen lassen wollen.

Was heißt das in Bezug auf deine Anmeldung?

Nimm besser nicht an einem Charakterwochenende teil, nur weil es dir andere geraten oder wärmsten empfohlen haben. Melde dich nur an, wenn du bereit bist. Es geht um deinen Charakter, um deine Wegstrecke vom Hirn zum Herzen. Es geht um deine Beziehung mit Gott.

Eins ist klar, Gott ist bereit und er wartet auf dich. Er stellt sich dazu. Er übernimmt die Kontrolle.

Ihm sei alle Ehre. Für den König! 

 

4M Deutschland e.V.

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