CW Schottland 2026
Nicht (nur) der Berg ruft: Eine Reise, die über die Highlands hinaus geht.
Manche Herausforderungen kündigen sich an. Andere warten im Nebel versteckt.
54 Männer haben sich in Schottland ihrer ganz persönlichen Herausforderung gestellt. Was vor ihnen lag, war nicht nur die überwältigende Weite der Highlands, sondern die Konfrontation mit den Bergen, die sich im eigenen Leben auftürmen.
Im Mittelpunkt stand die Geschichte des Hauptmanns Naaman. Angesehen, einflussreich und doch an einem Punkt angekommen, an dem all das, was ihn stark machte, nicht mehr ausreichte.
Seine Rüstung strahlte Erfolg und Stärke aus, während er darunter mit seinem Aussatz kämpfte.
Heilung wurde für ihn erst möglich, als er bereit war, das zu tun, was seinem Stolz widersprach: einen Lagerwechsel zu vollziehen.
Eine Bewegung weg von Kontrolle und Selbstgenügsamkeit – hin zu Vertrauen und dem Mut, sich auf Gott einzulassen und seine Stimme zu hören.
Es ist ein vertrautes Bild: Wir versuchen den Anforderungen gerecht zu werden, während wir unsere Schwachstellen mühsam verbergen. Die Natur wurde an diesem Wochenende zum Spiegel dieser Realität.
Hohe Berge, deren Gipfel im Nebel verschwanden.
Wege, deren Ziel nicht immer sichtbar war.
Und immer wieder diese Momente der Stille, in denen nichts zu hören war, außer dem Wind.
In einer Welt der permanenten Beschallung kann Stille beängstigend wirken, weil sie hörbar macht, was sonst untergeht.
Doch Gottes Stimme drängt sich nicht auf. Sie ruft leise.
Sie ruft heraus aus festgefahrenen Mustern, heraus aus der Komfortzone und heraus aus dem Anspruch, alles allein tragen zu müssen.
Besonders eindrücklich blieb die Erkenntnis, dass Naamans Durchbruch nicht ohne andere möglich gewesen wäre.
Es war der Mut einer jungen Frau und die Ermutigung eines Dieners, die ihn zum entscheidenden Schritt bewegten.
Kein Mann ist dafür geschaffen, allein zu kämpfen.
Füreinander einzustehen, einander wertschätzend herauszufordern, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam auf Gottes Stimme zu hören – das wurde zur gelebten Realität der Männer, die neue Freundschaften und Perspektiven mit nach Hause nehmen durften.
Die Challenge endet nicht am Flughafen, sondern beginnt im Alltag. Sie erfordert Mut und den täglichen Fokus auf die wichtigen Dinge im Leben – und auf den König.
„Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen: Woher kommt mir Hilfe? Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.“ (Psalm 121, 1-2)